Kanzlei Platen-Palais

Die Kanzlei im "Platen-Palais"

Seit Mai 2022 residiert unsere Kanzlei mit ihren zehn erfahrenen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten im historischen Platen-Palais auf Ansbachs Prachtstraße zwischen Schloss, Orangerie, Bahnhof und in unmittelbarer Nähe zu allen Gerichten.

Mit modernster Technik und Einrichtung sowie Zugang zu digitalem Wissen bieten wir unseren Mitarbeitern und Mandanten einen Mehrwert, der die Basis für eine erfolgreiche Beratung ist.

Gerichtsurteile

Geschichte der Kanzlei

Im Jahr 1994 von den beiden Rechtsanwälten Dr. Jürgen Danowski und Norbert Kohla gegründet, hat sich die Kanzlei kontinuierlich fortentwickelt. Die Kanzlei hat die großen Entwicklungen in Digitalisierung und Spezialisierung durch fachliche Schwerpunktsetzung und Fachanwaltschaften bald aufgegriffen und vorangetrieben.

Mit dem Generationenwechsel der letzten Jahre und der Aufnahme von Rechtsanwalt Karl Piereth 2021 bietet die Kanzlei eine gute Mischung von jung-dynamischen Spezialisten und erfahrenen Anwältinnen und Anwälten.

Der gute Umgang miteinander ist ein Aushängeschild der Kanzlei und findet sich in der Kontinuität der gesamten Kanzleiteams wieder. Die Kanzlei zeichnet auch aus und hat den Anspruch, dass sich die Rechtsanwälte nicht nur beruflich, sondern auch ehrenamtlich in Vereinen, Gesellschaft und Politik einbringen.

Gerichtsurteile
schönes altes treppenhaus

Geschichte des "Platen-Palais"

Das "Platen-Palais" ist ein echtes Stück Stadtgeschichte; es ist das ehemalige Wohnhaus der Eltern des bekannten Lyrikers August Graf von Platen-Hallermünde.

Seit 2022 erstrahlt das Gebäude nach einer Kernsanierung in neuem Glanz, sowohl innen als auch außen - in der historischen Original-Farbe.

Errichtung des Palais im 18. Jh.

Während der Regierungszeit von Markgraf Alexander von Brandenburg-Ansbach entstand das Gebäude Promenade 14 (zusammen mit den Nachbarhäusern 12 und 16) in der Mitte des 18. Jahrhunderts als Wohn- und Geschäftshaus, und zwar als rustizierter dreigeschossiger traufständiger Satteldachbau, mit Mittelrisalit und Zwerchhaus, Erdgeschoss und Ecklisenen sowie mit Putzgliederung. Das Gebäude ist in der Liste der Ansbacher Baudenkmäler verzeichnet (Aktennummer D-5-61-000-365).

August Graf Platen Gemälde

Wohnhaus der Eltern des Dichters August Graf Platen

In ihrer Ausgabe vom 04.10.1930 druckt die Fränkische Zeitung einen Auszug aus dem Tagebuch der Emilie Brügel (1808-1896) ab:

„Am 5. Dezember 1858 wurde die Statue unseres Dichters August Grafen von Platen-Hallermund enthüllt. Ich kannte denselben persönlich, als er ungefähr 34 Jahre alt war [1830, d.R.]. Graf Platen war von mittlerer Größe, zartem Körperbau, hatte blonde, etwas klein gelockte Haare, seine Augen waren blau, der Blick derselben schwärmerisch und etwas zerstreut um sich schauend. Da Platen in früherer Zeit Jägerleutnant war, so trug er gerne im Sommer graue Pantalons und einen ziemlich hellgrünen Frack. Nach der Scheidung [von seiner ersten Ehefrau, d.R.] heiratete der Vater unseres Dichters, Oberforstmeister Graf von Platen, die rechte Mutter unseres Dichters, eine geborene Freiin Eicher-Auriz und bezog mit ihr das in der […] Platenstraße Obersdörferische Haus, wo man eine Gedenktafel für den Dichter errichten ließ, welche jetzt noch zu sehen ist. Später bezog Oberforstmeister Graf von Platen mit seiner zweiten Frau das ehemalige Kanzleirat Meißische Haus, jetzt den Dollfußischen Relikten gehörig (König-Ludwig-Promenade 14 (Haus Feigel)), auf der Promenade. In diesem Hause starb der Vater unseres Dichters […].“

August Graf Platen Gemälde
Tafel Der gläserne Pantoffel

Literatur-Geschichte: "Der gläserne Pantoffel"

Hier im Gebäude verfasste der in Ansbach geborene Lyriker August Graf von Platen-Hallermünde im Jahr 1823 seine Komödie „Der gläserne Pantoffel“.

Der Ansbacher Mäzen Friedrich Hilterhaus hat zur Erinnerung hieran die Tafel gestiftet, die an der Fassade zur Promenade zu sehen ist.

Tafel Der gläserne Pantoffel

Ansbacher Adressbuch von 1865

Die Bewohner des damaligen Hauses D400 (heute Promenade 14) im Jahr 1865 waren:

  • Heinlein, Georg, Privatier
  • Horadam, Oberstlieutnant und Regimentscommandant
  • Kraussold, G.A. Valentin, pens. Bezirksgerichtsdirector
  • Häffner, Karl Friedrich, Finanzrechnungsrev. u. fürstl. Controleur
Adressbuch von 1865
Ansbacher Adressbuch von 1902

Kanzlei und "Haus Feigel"

In Anlehnung an die später hier ansässige prominente Familie erhielt das Anwesen den Beinamen "Haus Feigel": Ausweislich des Ansbacher Adressbuchs von 1902 wohnte hier neben der Privatiere Lisette Heinlein nämlich die Familie des königlichen Justizrats und Rechtsanwalts Heinrich Feigel.

Im Parterre betrieb dieser seine Rechtsanwaltskanzlei.

Heinrich Feigel war daneben von 1875 bis zum 17.07.1879 auch Abgeordneter des Bayerischen Parlaments für den Stimmkreis Ansbach.

Ansbacher Adressbuch von 1902

Ansbacher Privatbank Hofmann & Clausen

Am 01.07.1910 eröffnete die Bankcommandite Ansbach Hofmann & Clausen „am hiesigen Platze, Promenadenstrasse 14, parterre (früher Justizrat Feigelsche Kanzlei) mit commanditarischer Bankbeteiligung“ ihr Bankgeschäft und macht mit einer Zeitungsannonce kräftig Werbung.

Die Bank wurde im Herbst 1918 von der Bayerischen Vereinsbank München übernommen (vgl. Artikel aus „90 Jahre Fränkische Zeitung (Ansbacher Morgenblatt) von 1843-1933, Seite 1 und Seite 2).

Eröffnungsanzeige Bankhaus Hofmann & Clausen
Ansbacher Adressbuch von 1914

Justizrats-Witwe Emma Feigel

Auch nach dem Tod ihres Gatten bleibt, nach dem Ansbacher Adressbuch von 1914 zu schließen, die Justizrats-Witwe Emma Feigel weiter hier in den Oberschossen wohnen. Neuer Nachbar ist der Stabs- und Regiments-Veterinär im königlichen II. Ulanen-Regiment Dr. Emil Roßmüller.

Ansbacher Adressbuch von 1914

Gesandter in Afghanistan

Wohl ein Sohn des Justizrats Heinrich und Emma Feigel, Dr. August Friedrich Feigel, wurde ebenfalls Jurist und brachte es im diplomatischen Dienst in den Jahren 1926 bis 1929 zum Gesandten des Deutschen Reiches in Kabul/Afghanistan.

Als das Anwesen im Jahre 1973 verkauft wurde, fand man im Inneren ungeöffnete Care-Pakete, Modejournale aus den 30er Jahren, jahrzehntealte volle Weinflaschen, Dienerlivreen und Gehaltsabrechnungen für die Bediensteten der deutschen Botschaft in Afghanistan, wie die Fränkische Landeszeitung vom 16.03.1973 auf Seite 1 und Seite 2 schreibt.

August F.W. Feigel Inauguraldissertation
Ansbacher Adressbuch von 1937

König-Ludwig-Promenade 1937

Das Wohnhaus in der „König-Ludwig-Promenade 14“, wie die heutige Promenade seinerzeit hieß, wurde "Geschwister Feigel" genannt. Dort wohnten 1937

  • die Justizratstochter Karoline Feigel
  • der Fabrikdirektor Dr. Heinrich Feigel, wohl ein Sohn von Heinrich Feigel sen.
  • die Privatiere Dix Laura und
  • der Obermedizinalrat und Landgerichtsarzt i.R. Dr. Friedrich Heel
Ansbacher Adressbuch von 1937

1973: Das "Museum Feigel" wird geöffnet

Nach dem Tod der Geschwister Feigel stand das großbürgerliche Palais lange leer. Im Zuge des Erwerbs des Anwesens im Jahre 1973 fand man nicht nur Dokumente und Gegenstände aus den 1920er Jahren, sondern bewunderte auch den alten Sprinbrunnen im 700 Quadratmeter großen Garten und den Pferdestall aus einer ganz anderen Zeit.

Dies berichtet die FLZ vom 16.03.1973, hier mit Seite 2.

FLZ vom 16.03.1973: die 200 Jahre alte "Burg" wird verkauft 1
FLZ_1980-03-20-1 hochkant

Die BÖMA - Ansbacher Feinkost

Mit dem Feinkostgeschäft BÖMA kam der Publikumsverkehr in die Promenade 14. Die BÖMA wurde zu einer Ansbacher Instanz.

Im Jahr 1980, berichtet die FLZ am 20.03.1980, öffnet die BÖMA nach einer Ladenverschönerung wieder ihre Pforten für ihre Kunden.

Am 11.09.2010 ereignete sich im benachbarten Sportgeschäft Valtin ein Großbrand, der auch die BÖMA erfasste (FLZ vom 20.10.2010). Ende Oktober 2010 konnte der Verkauf wieder aufgenommen werden (FLZ vom 23.10.2010).

Ende 2013 schließt die BÖMA für immer ihre Türen. Während die obere Stockwerke weiter bewohnt werden, verkommt das Gebäude zunehmend. Daran ändert sich auch 2017 nichts, als ein polnischer Investor das Gebäude erwirbt: Die Stadt muss selbst Sicherungsmaßnahmen ergreifen (FLZ vom 27.07.2018). Dies führt 2019 sogar zu einer Einrüstung, um Fußgänger vor herabfallenden Gesims- und Dachteilen zu schützen. Es sei nicht einmal eindeutig geklärt, wer Eigentümer der Immobilie ist (FLZ vom 04.08.2019).

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"Das "Platen-Palais", wie es früher einmal war"

Im Jahr 2021 ist endlich "Land in Sicht": das Neuendettelsauer Familienunternehmen Högner erwirbt die "alte BÖMA" und beginnt gleich mit der Sicherung und der umfassenden Sanierung des Anwesens (FLZ vom 21.12.2020: „Promenade 14 wird endlich saniert“).

Ende 2021 werden die Pläne für die Nutzung dann konkret: In „Das „Platen-Palais“, wie es früher einmal war“, soll die alteingesessene Ansbacher Anwaltskanzlei DR. DANOWSKI, PIERETH & PARTNER Rechtsanwälte einziehen (FLZ vom 12.11.2021).

Im Mai 2022 hat die Kanzlei planmäßig ihren Betrieb aufgenommen.

FLZ vom 12.11.2021 - Das Platen-Palais, wie es früher einmal war

Unser ganz besonderer Dank gilt dem Ansbacher Stadthistoriker Herrn Alexander Biernoth für seine umfangreichen und zielführenden Recherchen!

KONTAKT

DR. DANOWSKI, PIERETH & PARTNER
Rechtsanwälte mbB

Kanzlei im Platen-Palais
Promenade 14
91522 Ansbach

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